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Feuerfeste Tresore: Zertifizierter Brandschutz für Wertsachen

Feuerschutzklasse klar nachweisbar
Feuerfeste Tresore tragen eine Prüfplakette mit ihrer Feuerschutzklasse; so erkennen Sie, wie lange Papier oder Datenträger geprüft geschützt bleiben.

Feuerfeste Tresore für Dokumente, Wertsachen und Datenträger

Feuerfeste Tresore schützen ihren Inhalt für eine geprüfte Zeit vor den Auswirkungen eines Brandes. Je nach Feuerschutzklasse sind sie für Papierdokumente oder besonders temperaturempfindliche Datenträger ausgelegt. Viele Modelle kombinieren den Brandschutz zusätzlich mit zertifiziertem Einbruchschutz. Damit eignen sich Feuerschutztresore für Verträge, Urkunden, Akten und persönliche Dokumente ebenso wie – bei entsprechender DIS-Klasse – für digitale Speichermedien. Wichtig ist, nicht allein auf die Zahl der Schutzminuten zu achten: Norm, Kennzeichnung für Papier oder Datenträger und zusätzlicher Widerstandsgrad müssen zum tatsächlichen Inhalt passen.

Geprüfter Brandschutz ist nicht gleich geprüfter Einbruchschutz
Ein Tresor kann einen zertifizierten Feuerschutz besitzen, ohne automatisch einen hohen Einbruchschutz zu bieten – und umgekehrt. Für eine fundierte Auswahl sollten beide Eigenschaften getrennt betrachtet werden. Feuerschutzklassen nach EN 15659 beziehungsweise EN 1047-1 definieren Schutzdauer und Einsatzbereich. Für den Einbruchschutz gelten unter anderem EN 14450 und EN 1143-1. Erst die Kombination der passenden Klassen ergibt den Schutz, den Ihre Werte tatsächlich benötigen.

Feuerschutzklassen

LFS 30 P LFS 60 P S 60 P S 120 P S 60 DIS S 120 DIS
EN 15659 EN 15659 EN 1047-1 EN 1047-1 EN 1047-1 EN 1047-1
Leichter Feuerschutz für Papier, 30 Minuten Leichter Feuerschutz für Papier, 60 Minuten Hoher Feuerschutz für Papier, 60 Minuten Hoher Feuerschutz für Papier, 120 Minuten Feuerschutz für empfindliche Datenträger, 60 Minuten Feuerschutz für empfindliche Datenträger, 120 Minuten

- Einbruchschutz EN 14450 / EN 1143-1 Sicherheitsstufe oder Widerstandsgrad separat prüfen; nicht automatisch Bestandteil des Feuerschutzes
- Versicherung abhängig vom Einbruchschutz Versicherungssumme und Montageanforderungen mit dem Sachversicherer abstimmen

Welcher feuerfeste Tresor ist der richtige?

Papier oder Datenträger, gewünschte Schutzdauer und Einbruchrisiko bestimmen die richtige Kombination.

Starten Sie mit dem Material, das im Tresor liegen soll. Papier kann höhere Innentemperaturen verkraften als digitale Speichermedien; deshalb werden unterschiedliche Prüfklassen verwendet. Danach entscheiden Sie, wie lange der Schutz im Brandfall bestehen soll und ob zusätzlich ein zertifizierter Einbruchschutz erforderlich ist. Erst anschließend sollten Größe, Schloss und Innenausstattung verglichen werden.

  • Schutzgut: Papierdokumente oder empfindliche Datenträger klar unterscheiden.
  • Schutzdauer: 30, 60 oder 120 Minuten nach Risiko und Wert auswählen.
  • Norm: Auf EN 15659 beziehungsweise EN 1047-1 und die P-/DIS-Kennzeichnung achten.
  • Einbruchschutz: Sicherheitsstufe oder Widerstandsgrad separat zum Versicherungswert wählen.
  • Größe: Ordner, Dokumentenmappen oder Medienboxen plus Reserve einplanen.
  • Schloss: Elektronik- oder Doppelbartschloss passend zum Zugriffskonzept auswählen.
  • Standort: Tragfähigkeit, Transportweg und Montagevorgaben berücksichtigen.

Tipp von unseren Experten

„120 Minuten feuerfest“ allein ist noch keine vollständige Kaufentscheidung. Prüfen Sie immer, wofür die Klasse gilt: Ein S 120 P ist für Papier ausgelegt, während empfindliche Datenträger eine geeignete DIS-Klasse benötigen. Ebenso sollte der Einbruchschutz separat geprüft werden.
Hoher Dokumententresor mit offener Tür, gefüllt mit farbigen Aktenordnern und Kameratechnik

Innenraum und Schloss auf Dokumente oder Datenträger abstimmen

Für Akten und Papierdokumente sind verstellbare Fachböden sinnvoll, damit Ordner und Mappen platzsparend untergebracht werden können. Bei Datenträgern können spezielle Einsätze oder separate Fächer die Organisation erleichtern. Elektronikschlösser bieten komfortablen Zugriff ohne Schlüssel, während Doppelbartschlösser unabhängig von Stromversorgung arbeiten. Entscheidend ist, dass nachträgliche Einbauten oder Zubehörteile die geprüfte Feuer- und Einbruchschutzkonstruktion nicht beeinträchtigen.

Feuerschutztresore für Unternehmen und private Dokumente

In Unternehmen schützen feuerfeste Tresore beispielsweise Verträge, Bilanzen, Personalunterlagen, Urkunden oder lokale Backup-Medien. Privat können sie für Ausweise, Versicherungsunterlagen, Fahrzeugpapiere, Familienurkunden, Fotos und andere schwer ersetzbare Dokumente sinnvoll sein. Wer zusätzlich Bargeld, Schmuck oder andere versicherbare Werte lagert, sollte neben der Feuerschutzklasse besonders auf einen geeigneten zertifizierten Einbruchschutz achten.

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Ratgeber & Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Feuerschutzklasse gibt an, wie lange und für welches Schutzgut ein Produkt unter definierten Prüfbedingungen getestet wurde. Papier und Datenträger haben unterschiedliche Temperaturgrenzen; deshalb muss die Klasse zum Inhalt passen.
Für Papierunterlagen wie Verträge, Urkunden oder Akten sind Modelle mit einer entsprechenden Papier-Feuerschutzklasse geeignet. Für USB-Sticks, Festplatten oder andere Datenträger ist ein speziell dafür geprüfter Datensicherungsschutz erforderlich, weil elektronische Medien deutlich temperaturempfindlicher sind.
Nicht automatisch. Feuerschutz und Einbruchschutz werden unabhängig voneinander geprüft. Wer beides benötigt, sollte ein Modell wählen, das zusätzlich eine ausgewiesene Sicherheitsstufe oder einen Widerstandsgrad für Einbruchschutz besitzt. Beide Zertifizierungen sollten zum konkreten Schutzbedarf passen.
Maßgeblich sind die Prüfplakette und die ausgewiesene Feuerschutzklasse des konkreten Modells. Dort lässt sich erkennen, nach welcher Norm, für welches Schutzgut und für welche Dauer geprüft wurde. Reine Aussagen wie „feuerhemmend“ sind nicht mit einer zertifizierten Feuerprüfung gleichzusetzen.
Der Standort sollte tragfähig, möglichst trocken und für eine fachgerechte Befestigung geeignet sein. Zusätzlich sind Fluchtwege, Zugänglichkeit und die Nutzung im Alltag zu berücksichtigen. Bei schweren Modellen ist vorab zu prüfen, ob Boden, Treppen und Transportweg die Last aufnehmen können.
Planen Sie nicht nur den heutigen Bestand, sondern auch Reserve für weitere Ordner, Dokumente oder Medien ein. Entscheidend sind Innenmaße, Fachbodenaufteilung und das größte aufzubewahrende Format. Bei Akten sollte zusätzlich berücksichtigt werden, ob Ordner stehend und ohne Umräumen erreichbar bleiben sollen.
Mitarbeitende von HARTMANN TRESORE winken vom Balkon der Firmenzentrale in Paderborn, davor eine Kugelskulptur auf der Wiese
HARTMANN TRESORE, Support
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