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Informationen zum deutschen Waffengesetz

Das aktuelle deutsche Waffengesetz gilt seit dem 1. April 2003 und wurde zum 6. Juli 2017 verschärft.

Das hat sich seit dem 06.07.2017 geändert:

Seit dem 06.07.2017 muss ein Waffenschrank, wenn man ihn neu kauft, mindestens Widerstandsgrad 0 nach EN 1143-1 entsprechen.

Neben der Norm selbst müssen zusätzlich maximale Lagermengen von Lang- und Kurzwaffen eingehalten werden:

Sicherheitsstufe 0 nach EN 1143-1, Schrankgewicht unter 200 kgzu den passenden Produkten
  • Langwaffen: unbegrenzt
  • Kurzwaffen: max. 5
  • Munition: unbegrenzt, keine räumliche Trennung nötig
Sicherheitsstufe 0 nach EN 1143-1, Schrankgewicht ab 200 kgzu den passenden Produkten
  • Langwaffen: unbegrenzt
  • Kurzwaffen: max. 10
  • Munition: unbegrenzt, keine räumliche Trennung nötig
Sicherheitsstufe I nach EN 1143-1zu den passenden Produkten
  • Langwaffen: unbegrenzt
  • Kurzwaffen: unbegrenzt
  • Munition: unbegrenzt, keine räumliche Trennung nötig

Bereits vorhandene Waffenschränke

Die Regelungen, die seit dem 6. Juli 2017 gelten, beziehen sich nur auf Waffenschränke, die ab diesem Datum neu gekauft werden. Für bereits vorhandene Waffenschränke besteht ein gesetzlicher Bestandsschutz. Diese Waffenschränke der Sicherheitsstufen A oder B nach VDMA 24992 dürfen ohne Einschränkungen von ihrem Besitzer weiter nach den bisher geltenden Regelungen für A- und B-Schränke verwendet werden.

Informationen zum Waffengesetz und Waffenrecht

Damit Sie Ihre Waffen sicher und gesetzeskonform aufbewahren:

In Deutschland muss Ihr Waffenschrank den Vorgaben des Waffengesetzes (WaffG) entsprechen. Abhängig von der Art und der Anzahl der unterzubringenden Waffen ist für den Waffentresor ein bestimmter Widerstandsgrad nach EN 1143-1 vorgeschrieben.

Die wichtigsten Informationen zu den Vorschriften und die Original-Quellen haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.

Waffengesetz

Als Eigentümer/Besitzer von Waffen und eines Waffenschrankes sind Sie verpflichtet, Ihre Waffen sicher und gesetzeskonform aufzubewahren.

Hier die direkten Links zu den wichtigsten Gesetzestexten:

Das deutsche Waffengesetz

Das aktuelle deutsche Waffengesetz ist seit dem 1. April 2003 in Kraft. Die dazugehörige Allgemeine Waffengesetz-Verordnung gilt seit dem 1. Dezember 2003. In dieser Verordnung wird im Detail geregelt, wie Waffenbesitzer Waffen und Munition im privaten Bereich lagern dürfen. Am 6. Juli 2017 traten Änderungen sowohl für das Waffengesetz als auch die Allgemeine Waffengesetz-Verordnung in Kraft.

Die wichtigsten gesetzlichen Regelungen zur Waffenaufbewahrung sind in § 36 des Waffengesetzes (WaffG) sowie in § 13 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV) zu finden.

Hier ist geregelt, dass jeder, der Waffen und Munition besitzt, die "erforderlichen Vorkehrungen zu treffen (hat), um zu verhindern, dass diese Gegenstände abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen." (WaffG, § 36, Absatz 1).

Ausführliche Erläuterungen, welche und wie viele Waffen in den unterschiedlichen Waffenschränken der verschiedenen Sicherheitsstufen und Widerstandsgrade aufbewahrt werden dürfen, enthält § 13 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV).

Umsetzung internationaler Vorgaben

Zum 1. April 2008 traten Neuregelungen in Kraft, mit denen Deutschland die internationalen Vorgaben zur Kennzeichnung und polizeilichen Nachverfolgung von Schusswaffen umsetzte. Im Einzelnen waren dies:

  • eine neue Kennzeichnung von Schusswaffen
  • ein Führungsverbot für Feuerwaffenimitate
  • das Verbot des Führens bestimmter Messer
  • die Blockierung von Erbwaffen

Mit dem 25. Juli 2009 erfolgte eine weitere Verschärfung des deutschen Waffengesetzes. Die wichtigsten Änderungen, die im Zusammenhang mit der Aufbewahrung von Waffen stattfanden, sind:

  • Eine Kontrolle der sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition in den Räumlichkeiten der Waffenbesitzer wird verfassungskonform in § 36 WaffG ausgeweitet, um den Waffenbehörden die Möglichkeit zu geben, die sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition auch verdachtsunabhängig zu kontrollieren.
  • Es gibt eine Strafbewehrung der vorschriftswidrigen Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition, wenn dadurch die Gefahr besteht. In § 52a heißt es: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine in § 53, Absatz 1, Nummer 19 bezeichnete Handlung vorsätzlich begeht und dadurch die Gefahr verursacht, dass eine Schusswaffe oder Munition abhanden kommt oder darauf unbefugt zugegriffen wird.“

(Quelle: Bundesministerium des Innern/www.bmi.bund.de)

Weitere Details zu den Änderungen können Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums des Innern nachlesen.

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV)

Die WaffVwV enthält Auslegungsregelungen für das Waffengesetz. Mit diesen Regelungen soll sowohl den Behörden und Waffenbesitzern die einfache und korrekte Interpretation des Waffengesetzes ermöglicht werden. Die Verwaltungsvorschrift im Wortlaut können Sie hier nachlesen oder downloaden.

Gesetzeskonforme Waffenaufbewahrung in der Übersicht

Diese Übersicht gibt Ihnen einen schnellen Überblick, welcher Waffenschrank der richtige für Ihre Waffen ist. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier!

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